Systemische Organisationsentwicklung



‚Die Aufgabe unserer Generation‘ – zu „Kapitalismus 3.0“ – ein Vortrag von Otto Scharmer

Jeder sucht Bestätigung in bzw. für sein Handeln und Denken.  Ich persönlich hole mir das gerne in der großen Umwelt von Otto Scharmer ein.

Gerade eben bin ich auf ein einführendes Video zu der von ihm verfolgten Suchbewegung gestoßen, die er „Kapitalismus 3.0“ nennt. Scharmer nennt die Suche nach einer Antwort darauf: die Aufgabe unserer Generation.

Gut, lasse ich mich darauf ein und denke mal mit. (Bitte zunächst und zuerst das oben verlinkte Video ansehen.)

Jetzt würde ich für mich ebenfalls proklamieren, dass ich systemisch denken kann. Zu einigen wenigen Gedanken, möchte ich Sie hier und jetzt einladen.

Absolut überzeugt bin ich davon, dass dauerhafte Lösungen niemals von Einzelpersonen sondern immer nur mittels Organisationen geschaffen werden können.

Dies ist auch schnell erklärt.  – Individuen verfügen schlicht über sehr begrenzte Ressourcen an Zeit und Energie. Wollen Sie mehr erreichen, gründen Sie eine Organisation, welche sich dann der gesetzten Aufgabe arbeitsteilig annehmen kann. (Dies gilt für die Tankstelle ebenso wie für Parlamente oder Mobiltelefon-Anbieter oder den Sportverein.)

Mir fällt auf, dass ich in meinem Engagement und Denken bisher die trisektorale Gliederung unserer Gesellschaft nicht ausreichend hinterfragt habe. Müssen es denn die Einflusssphären gewinnorientierte Organisationen (POs), Non-Profit-Organisationen (NPOs) und Regierungsorganisationen (GOs) sein? (Vgl. dazu auch: Eigenlogiken von Organisationstypen)

  • Sollten ‚mehr‘, d. h. auch andere Sektoren berücksichtigt werden?

Zumindest die sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations, NGOs) bedürfen vermehrter Aufmerksamkeit. Sind sie es doch, die andere, demokratisch gestaltete Formen der Legitimation herstellen. Aber vielleicht genügt auch das noch nicht und es bedarf der Besinnung auf die Werte, also einer Rückbindung oder ‚religio‘.

  • Ich frage mich: Stellen Glaubensgemeinschaften ebenfalls einen (archetypischen) Sonderfall an Organisation dar?
  • Wie ist dieser dann zu fassen? (Im Sinne einer sich über sich selbst rückversichernden Organisation)
  • Und im nächsten Schritt: wie lassen sich all diese Organisationstypen, welche in ihrer Aufgabenbewältigung unabhängig von anderen agieren, in einen sinnvollen, dauerhaften, verlässlichen und tragfähigen interessierenden und interessierten Austausch/ Dialog bringen?
    • Eine (1)  Antwort dafür lautet selbstverständlich: CSR – Corporate Social Responsibility (zum Verständnis: hier)
    • Aber welche Antworten gibt es noch?
    • Genügt für den NGO-Bereich die von Jakob von Uexküell getriebene Idee des Weltzukunftsrates (World Future Council)?

Ich freue mich auf gemeinsames ‚weiter denken‘ (in jedem Sinne).


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Kommentare

  1. * Andrea Sattler says:

    Auf der Bundesländertour der österreichischen Bildungsministerin Claudia Schmied durfte ich dabei sein, als sie in ihrem Referat die genialen Gedanken der Generation 1.0 – 4.0 mit dem österreichischen Schulsystem verband! Sie ist ein „Fan“ von Otto Scharmer, und ich werde ebenfalls einer werden!

    | Antworten Verfasst 3 years, 9 months ago


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