Systemische Organisationsentwicklung


Organisation & deren Entwicklung

  • Organisationen sind konstruiert (soziale Konstrukte ).

Und könnten damit immer auch ganz anders sein! Oder wieso gleicht kein Unternehmen dem anderen, keine Behörde der anderen, kein Verein dem nächsten? Also kann man jede Organisation prinzipiell (und reell) auch verändern. Und gut, im Detail ist das dann gar nicht mehr so einfach. (also frei nach Virginia Satir: It’s simpel, but not easy.)

  • Organisationen bestehen aus Interaktionsereignissen, die ständig aneinander anschliessen.

Machen wir die Gegenprobe: Stell Dir vor es ist [Krieg] … (z.B. Teambesprechung) und keiner geht hin. Stellen Sie sich vor, Sie sind Führungskraft und niemand beachtet sie. Genau dann würden sich Organisationen auflösen. Und das kann durchaus sinnvoll sein (z.B. DDR).

  • Organisationen sind komplex.

Und dies deswegen, weil eine prinzipiell nicht mehr überschaubare Anzahl an Kommunikationsereignissen (z.B. Gespräche, Emails, Telefonate, Besprechnugen in nur 1 Kalenderjahr) dann auch noch in der Dynamik ihrer sich ständig verändernden wechselseitigen Beziehungen zueinander völlig unvorhersehbar wird (Ausnahme: Autisten bzw. autistische Organisationen).

Das damit einher gehende Problem der notwendigen Komplexitätsreduktion (damit man handlungsfähig bleibt) wird normalerweise über 2 Mechanismen gelöst: entweder mittels
„Vertrauen“, also mittels persönlicher Beziehungspflege oder mittels
„Verfassung“, also schriftlich fixierter, dokumentierter, einklagbarer Variante (Gesetz, Arbeits-/ Kaufvertrag, to-do-Liste, Zuständigkeitsmatrix, Organigramm, Schriftwechsel).

  • Organisationen lösen „Probleme“ (Aufgaben) für ihre Umwelt.

Finden Organisationen keinen „Markt“, keine Nachfrage mehr für ihre „Produkte“, lösen sie sich auf oder verändern sich eben. Gegenprobe: Wer braucht Diktaturen, Postkutschendienste, Henker?

(die Ausführungen werden fortgesetzt und vervollständigt)