Systemische Organisationsentwicklung


Theorie U Toolbook – das Methodenhandbuch (auch auf deutsch)

Für die Praktiker gibt es das Toolbook zur Theorie U sowohl als pdf als auch auch ppt zum Download auf der offiziellen Seite www.presencing.com.

Für Interessierte und Xing-Mitglieder … dort gibt es eine Gruppe zur Theorie U.

Wer das Theorie U  Toolbook direkt runterladen möchte, ohne der Community beizutreten, kann es sich über www.abstreiter.info als ppt (U_Toolbook_v1.1_deutsch) bzw. als pdf  (UToolbookv1.1deutsch) downloaden.

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„7 Akupunkturpunkte zur Überwindung der Krise des Kapitalismus“ von Otto Scharmer jetzt auch auf Deutsch

In kurzer, knapper und verdichteter Form liegt meines Wissens erstmals  in deutscher Sprache das vor, was Otto Scharmer die „7 Akupunkturpunkte zur Überwindung der Krise des Kapitalismus“ nennt.

Über die Webseite zur Masterclass-Veranstaltung am 23.06.2010 in Frankfurt der Bertelsmann-Stiftung (im Rahmen der Leadership-Series)  ist der Auszug aus der Zeitschrift „info 3 – Ausgabe 05/10, Anthroposophie im Dialog“ abzurufen.

Von diesen 7 Akupunkturpunkten erhofft sich Scharmer die „Aktivierung“ eines „grundlegenden sozialen Wandels“ (ebd., S. 12). Und der ist notwendig‘, weil wir uns in einer „Krise des Denkens“ befinden, so seine Diagnose.

Nehmen Sie anregende Gedanken und Weiter-Denken als meinen Wunsch für Sie mit auf den (Lese-) Weg.


„Führen von der Zukunft her“

Die Bertelsmann Stiftung hat eine neue Reihe zur Führung aufgesetzt, die Leadership Series. „Führen von der Zukunft her“, das ist der Ansatz, den Otto Scharmer  neu entwickelt hat und mit viel Energie auch schon international realisiert. Ich nahm am 23. Juni am Workshop „Theorie U“ mit Otto Scharmer vom MIT in Frankfurt am Main teil.
Als erste Veranstaltung der Serie wurde „der“ neue und zukunftsweisende Ansatz der Organisationsentwicklung vorgestellt. Ein ganz neuer Denkansatz, der im Tun viele bekannte Methoden neu kombiniert und anwendet. Die „Theorie U“ verspricht, durch das Ablösen der alten Denkmuster Neues, Innovatives entstehen zu lassen.
Wie heißt es so schön: „Eine Definition von Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. (Albert Einstein)“.

Sie wollen sich selbst einen Eindruck von den Inhalten der Master Class verschaffen? Folgen Sie diesem link oder Sie sprechen mich einfach direkt dazu an: jochen.haeussermann-schuler (at) gmx.de

Apropos, die nächste Veranstaltung wird am 14. & 15. Oktober in Berlin mit einem der Altmeister der Zunft stattfinden: Ed Schein, ebenfalls vom MIT.

Und wenn Sie in deutscher Sprache nachlesen möchten, was Otto Scharmer in Kurzform zu sagen hat: hier ein Einblick in die „7 Akupunkturpunkte“ zur Überwindung der „Krise des Denkens“ und für einen sozialen Wandel.


‚Die Aufgabe unserer Generation‘ – zu „Kapitalismus 3.0“ – ein Vortrag von Otto Scharmer

Jeder sucht Bestätigung in bzw. für sein Handeln und Denken.  Ich persönlich hole mir das gerne in der großen Umwelt von Otto Scharmer ein.

Gerade eben bin ich auf ein einführendes Video zu der von ihm verfolgten Suchbewegung gestoßen, die er „Kapitalismus 3.0“ nennt. Scharmer nennt die Suche nach einer Antwort darauf: die Aufgabe unserer Generation.

Gut, lasse ich mich darauf ein und denke mal mit. (Bitte zunächst und zuerst das oben verlinkte Video ansehen.)

Jetzt würde ich für mich ebenfalls proklamieren, dass ich systemisch denken kann. Zu einigen wenigen Gedanken, möchte ich Sie hier und jetzt einladen.

Absolut überzeugt bin ich davon, dass dauerhafte Lösungen niemals von Einzelpersonen sondern immer nur mittels Organisationen geschaffen werden können.

Dies ist auch schnell erklärt.  – Individuen verfügen schlicht über sehr begrenzte Ressourcen an Zeit und Energie. Wollen Sie mehr erreichen, gründen Sie eine Organisation, welche sich dann der gesetzten Aufgabe arbeitsteilig annehmen kann. (Dies gilt für die Tankstelle ebenso wie für Parlamente oder Mobiltelefon-Anbieter oder den Sportverein.)

Mir fällt auf, dass ich in meinem Engagement und Denken bisher die trisektorale Gliederung unserer Gesellschaft nicht ausreichend hinterfragt habe. Müssen es denn die Einflusssphären gewinnorientierte Organisationen (POs), Non-Profit-Organisationen (NPOs) und Regierungsorganisationen (GOs) sein? (Vgl. dazu auch: Eigenlogiken von Organisationstypen)

  • Sollten ‚mehr‘, d. h. auch andere Sektoren berücksichtigt werden?

Zumindest die sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations, NGOs) bedürfen vermehrter Aufmerksamkeit. Sind sie es doch, die andere, demokratisch gestaltete Formen der Legitimation herstellen. Aber vielleicht genügt auch das noch nicht und es bedarf der Besinnung auf die Werte, also einer Rückbindung oder ‚religio‘.

  • Ich frage mich: Stellen Glaubensgemeinschaften ebenfalls einen (archetypischen) Sonderfall an Organisation dar?
  • Wie ist dieser dann zu fassen? (Im Sinne einer sich über sich selbst rückversichernden Organisation)
  • Und im nächsten Schritt: wie lassen sich all diese Organisationstypen, welche in ihrer Aufgabenbewältigung unabhängig von anderen agieren, in einen sinnvollen, dauerhaften, verlässlichen und tragfähigen interessierenden und interessierten Austausch/ Dialog bringen?
    • Eine (1)  Antwort dafür lautet selbstverständlich: CSR – Corporate Social Responsibility (zum Verständnis: hier)
    • Aber welche Antworten gibt es noch?
    • Genügt für den NGO-Bereich die von Jakob von Uexküell getriebene Idee des Weltzukunftsrates (World Future Council)?

Ich freue mich auf gemeinsames ‚weiter denken‘ (in jedem Sinne).


Wirtschaftskrise = Krise des Denkens -> Lösungen!

In 4 anschaulichen, erhellenden und vor allem Lösungen aufzeigenden Grafiken legt Otto Scharmer dar, wie die Wirtschaftskrise – die er auch und vor allem als Krise des Denkens, als intellektuelle Krise begreift – überwunden werden kann. Die lesens- und lohnenswerten Ausführungen zeigen ebenso auf, wie trisektorale Kollaborationen wirksam werden können, wie auch, an welchen Stellen bis heute noch Lücken bestehen.

Die Grafiken im Artikel „The Blind Spot of Economic Thought: Seven Acupuncture Points for Shifting to Capitalism 3.0“ finden sich auf den Seiten 3, 5, 7 und 23.